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Geschenkegeber

Geschenkegeber

Ich bezeichne ja in meinen Seminaren all jene, die zum Feedbackgeben ausgewählt werden, als Geschenkegeber. Im letzten Quartal gab’s nun eine Rückmeldung, die mich beschäftigt: So formuliert kommen weniger Ratschläge, wie man etwas besser macht.

Ja, Feedback braucht idR keine Ratschläge – Ratschläge sind auch Schläge.
Ja, Feedback braucht auch keine Besserwisser – wir sind lernfähig aber unbelehrbar.
Nein, ein Geschenkgeber darf auch negativ Empfundenes rückmelden; gerade hier liegen oft die wertvollsten Geschenke!

Meine Frage an Euch: Wenn ich zukünftig klar mache, dass gerade das Rückmelden von negativ Empfundenem sehr wertvoll sein kann; kann ich dann bei der Bezeichnung “Geschenkegeber” bleiben?

Bonbons

Beim Erfassen der Übungen bin ich über “Bonbons schenken” gestolpert; ich weiß nicht mehr, woher und seit wann ich diese Übung habe; hab’ sie auch noch nicht eingesetzt. Hier die Beschreibung: Jedem Teilnehmer werden sieben Bonbons gegeben, von denen er eins als Dankeschön für sein Engagement behalten darf. Die sechs anderen Bonbons gilt es anderen Teilnehmer zu schenken, denen er aus einem bestimmten Grund danken möchte und ihnen diesen auch mitzuteilen hat. Dies geschieht frei gestaltet im Seminarraum bis jeder seine Bonbons mit entsprechender Begründung verteilt hat.

Etwas schenken ist ja eine wunderbare Geste. Und trotzdem traue ich mich nicht, diese Abschlussübung einzusetzen. Da hab’ ich einfach zu viel Angst, dass einer oder sogar mehrere nichts bekommen. Und was mache ich dann? Die “ausgleichende Gerechtigkeit” spielen? Das hat für mich einen schalen Beigeschmack …

Was könnte ich sonst noch tun?

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