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Übe Dich darin zu bemerken, wenn Du jemanden verurteilst oder kritisierst, z.B. wenn Du im Straßenverkehr plötzlich rechts von einem Motorradfahrer überholt wirst, oder ein “frecher Bub” sich den letzten Sitzplatz vor Dir in der U-Bahn schnappt oder wenn Du beim Anstellen an der Kasse ungeduldig wirst, weil die Person vor Dir erst jetzt ihre Brieftasche zu suchen beginnt.

Kehre dann bitte das Urteil um und frage Dich: „Trifft das ebenfalls auf mich zu? Bin ich auch unverschämt? Koste ich auch manchmal anderen Kraft und Energie? Bin ich in meinem Inneren so, wenn ich mir denke, dass die anderen so sind?” In Seminaren ist sehr häufig zu beobachten, dass vorgebrachte Kritikpunkte auch ganz wesentliches Potenzial beim Feedbackgeber sind, dh darauf wird besonderer Wert gelegt.

Das Umkehren von Vorurteilen

Diese Übung lenkt Deine Aufmerksamkeit weg vom anderen zurück auf Dich selbst. Die natürliche Folge ist Vergebung. Jemand anderem die Schuld zu geben oder ihn zu verurteilen, nimmt Dir die Möglichkeit Deine eigene Erfahrung zu verändern. Wenn Du Verantwortung für Deine Überzeugungen und Urteile übernimmst, gibst Du Dir die Möglichkeit, diese zu verändern.

Die Umkehr von Urteilen eröffnet die Möglichkeit zur vollständigen Vergebung. Vergebung führt zum Bewusstwerden des eigenen Selbst und stellt die Ganzheit der Person wieder her.

(Ich habe mir leider nicht notiert, wo ich diese Zeilen, die von mir nur geringfügig verändert wurden, vor Jahren gefunden habe. Für alle, die’s schon kennen: Bitte gebt mir die Quelle bekannt!)