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Quelle: Ralf Besser Machen Sie den Weg frei! Aus managerSeminare 5/2001, S.82

Das Seminar geht dem Ende zu, doch was nehmen die Teilnehmer mit nach Hause? Eine Übung, die den Transfer wahrscheinlicher machen soll, ist die folgende, die als Metapher das Schreiben eines Rezeptes nutzt. Jeweils drei Teilnehmer finden sich, dabei ist einer der Patient, die beiden anderen die Ärzte. Der Patient schildert seine “Krankengeschichte” (Probleme, auf die er treffen wird, wenn er die Erkenntnisse aus dem Seminar am Arbeitsplatz umsetzt). Dann bereden die beiden Ärzte im Beisein des Patienten, welche “Behandlungsstrategie” geeignet erscheint und formulieren ein Rezept. Der Patient hört dabei nur zu. Dann wird das Rezept besprochen, wobei man die Metapher beibehält:

  • Was sind aus der Sicht der Ärzte Ursachen und Symptome?
  • Welchen verdeckten Nutzen haben die Symptome für den Patienten?
  • Wie stark ist das Medikament und wie hoch sollte die Dosis sein?
  • Wann soll es eingenommen werden?
  • Wie sieht es mit den Heilungschancen aus?
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  • Gibt es alternative Heilmethoden?
  • Sollte der Patient noch einmal den Arzt aufsuchen und wann? etc.

Am Ende bezieht der Patient Stellung oder schlägt Alternativen vor. Dann wird er gefragt, ob er das Rezept wirklich einlösen möchte. Wichtig ist, dass die “Ärzte” ihre Rolle nicht überziehen, also sollte der Patient ein Veto- bzw. ein Unterbrechungsrecht haben, wenn die Vermutungen zu sehr in das Persönliche bzw. Private gehen.